Flatrate-Anbieter erweitert mobileDSL-Angebot
Der vor einem Jahr mit der mobilen Internet Flatrate Moobicent gestartete
Anbieter RadiCens hat jüngst mit
Moobiair eine D1-Variante seines
ersten Produkts auf den Markt gebracht, welches im D2-Netz beheimatet ist. Damit haben Interessierte die Möglichkeit, zwischen den beiden besten
mobilen Datennetzen in Deutschland und leicht unterschiedlich ausgestalteten
Konditionen zu wählen: Während Moobicent bereits mit einer Mindestvertragslaufzeit von 4 Monaten zu
haben ist, müssen sich Moobiair-Kunden für mindestens 6 Monate an den Anbieter
binden. Dafür kann Moobiair auch ohne Hardware bestellt werden Sim-only kann
gerade dann ein Vorteil sein, wenn man aus einer früheren Vertragsbindung
bereits über Hardware verfügt und kein subventioniertes UMTS Modem benötigt,
das sich der Anbieter über Zuzahlung oder längere Vertragslaufeit bezahlen
lässt. Ein Vorteil von Moobiair ist die Klarheit bei den Vertragsbedingungen:
anders als Moobicent, das als echte mobile DSL (HSDPA) Flatrate anfing und
später Poweruser aufgrund des zu hohen Trafficaufkommens drosseln musste sind
die Regeln bei Moobiair von Anfang an transparent: die HSDPA Flatrate
funktioniert bis 10 GB, wer darüber liegt hat dennoch keine Folgekosten zu
befürchten sondern lediglich eine Drosselung der mobilen Leitung auf
ISDN-Geschwindigkeit bis zum Monatsende. Ein weiterer Vorteil ist die deutlich bessere Verfügbarkeit von EDGE im D1-Netz von T-Mobile damit kann Moobiair bei fehlender UMTS Versorgung
trotzdem oft mit Breitband- Mobilverbindungen mit immerhin bis zu 220 Kbit/s
aufwarten. Moobiair wäre somit prinzipiell auch für das iPhone nutzbar, das in
seiner ersten Generation noch kein UMTS an Bord hat und auf flotte
EDGE-Verbindungen für Mobiles Internet angewiesen ist. Generell kann man sagen,
dass für das
Handy Internet
eine EDGE-Verbindung unter Umständen wertvoller sein kann als eine UMTS
Anbindung, da z.B. der Empfang in Gebäuden mit EDGE grundsätzlich besser
funktioniert als mit 3G/UMTS. Auch wenn derzeit das mobile Internet von Angeboten für das Surfen mit dem Laptop weitestgehend dominiert wird, so wurde durch die Einführung des iPhone im
Herbst letzten Jahres doch deutlich, dass auch mit Handys eine sinnvolle
Internetnutzung möglich ist, vorausgesetzt sie sind durchdacht designet und
verfügen über bedienfreundliche Features.
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F. Fries