Web mobil nutzen – auf Abdeckung achten

Es ist heute nichts übertrieben Exotisches mehr, wenn einer mal von unterwegs online gehen möchte. Es lässt sich entweder mit dem Notebook surfen oder man mag es noch ein wenig kompakter – in diesem Fall ist das iPhone von Apple derzeit erste Wahl.

Wer mit einem Laptop von unterwegs online gehen möchte steht aber vor einigen Problemen, die auch für Handy-Nutzer ähnlich gelagert sind: Eine sinnvolle Nutzung des mobilen Internets ist nur für diejenigen Menschen möglich, die sich im Einzugsgebiet von UMTS Funkmasten befinden. Bei UMTS handelt es sich um eine Mobilfunktechnologie, die seit dem Jahr 2000 als neuer, moderner Standard auch von Deutschen Mobilfunkbetreibern eingeführt wird. Um UMTS allgemein funktionsfähig zu machen bedurfte es allerdings enormen Aufwands. Es mussten nicht nur alle bestehenden Mobilfunk-Mäste auf die neue Technologie aufgerüstet werden – durch die neuartigen Möglichkeiten der Nutzung zum Beispiel für einen mobilen Zugang zum World Wide Web dringt der Mobilfunk zunehmend auch in Gegenden vor, die zu erschließen sich für die reine Nutzung der Telefonie nicht lohnen würde.

UMTS ist erstmals in der Lage, nennenswerte Datenmengen von einer breiten Masse von Menschen durch den Äther verschieben zu lassen. Damit das ganze für den Einzelnen auch gut funktioniert, muss aber an dem persönlichen Standort eine gute UMTS Netzabdeckung vorhanden sein. Das liegt daran, dass trotz hoher Investitionen noch längst nicht alle Orte in Deutschland von einer vollständigen UMTS Abdeckung profitieren können. Vielmehr kommen derzeit vor allem Großstadt-Nomaden und Menschen in Ballungsräumen in den Genuss von mobilem High-Speed-Internet. Besonders der als Datenturbo bekannt gewordene UMTS Aufsatz HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) ist in der Regel nur urbanen Nutzern vorbehalten. Mit HSDPA sind gegenwärtig bereits Datenraten erreichbar, die vorher so eigentlich nur von DSL Leitungen bekannt waren. Wer Daten besonders flott versenden möchte ist bei UMTS oft sogar besser aufgehoben als im Festnetz. Dank der Uplink-Erweiterung HSUPA (… Uplink Packet Access) sind Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 1,4 Mbit/s drin, 2.0 Mbit/s wurden jüngst von den großen Anbietern in Aussicht gestellt.

Noch ein Satz zum iPhone: Trotz seiner unbestritten höchst stilvollen Fähigkeiten, mit dem mobilen Internet umzugehen wird der große Durchbruch für das Wunderhandy erst kommen, wenn sich Hersteller und Anbieter dazu durchringen können, ihr Luxusgerät auch bei Discountern wie Congstar feilzubieten, zu einem anderen Preis als jetzt, versteht sich.


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Frank Fries f f rie [äet]w eb. de