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Ade Champagner-Laune


Der Absatz von Champagner auf der Talfahrt

Noch bis vor ein paar Wochen ging man davon aus, das gerade in Krisenzeiten sich gern mal etwas gutes gegönnt wird. Gerne investiert man in Qualität. Insbesondere das Luxussegment sei recht krisenresistent, so auch der Champagner-Absatz. Doch nun bröckelt die Fassade ein wenig.
Die jährliche Anzahl exportierter Flachen von Champagner ist im vergangenen Jahr um 15% eingebrochen, so schätzen Experten, nach einem Vorjahresrückgang von 5%. Auch in Frankreich ist der Konsum von Champagner in den vergangenen Jahren zurück gegangen. Die Prognosen für die Zukunft sehen finster aus. Der Absatz von Champagner soll auch in den kommenden Jahren rückläufig bleiben. Während derzeitig gerade in Deutschland Sekt-Hersteller der Krisenstimmung trotzen und steigende Absatzahlen verzeichnen, ist die edele Variante Champagner wohl zu teuer. Denn vom Prinzip her unterscheidet sich der Champagner im Herstellungsverfahren gar nicht von einem guten Sekt aus Flaschengärung. Der einzige Unterschied ist die Region, in der der Champagner hergestellt wird, die dadurch limitiere Anzahl der Flaschen und somit der hohe Preis. Die Keller der Winzer in der Champagne sind gefüllt mit Champagner wegen dem Mangel an Käufern. Doch eine Reduzierung der Flaschenpreise für den Champagner , um die Läger zu leeren würde eine dauerhafte Talfahrt für den Champagner-Preis auslösen, befürchten viele. Zusätzlich müssen nicht nur Umsatz- und Renditeziele der Produzenten erreicht werden, sondern bei kleinen Unternehmen steht auch die Existenz auf dem Spiel.

Reaktion der Champagner-Hersteller

Um den Verlust durch den rückläufigen Absatz auszugleichen, wollen die Champagner-Hersteller zukünftig am Personal und an den vorgelagerten Wertschöpfungsstufen, wie den Winzern, sparen. Das treibt die Winzer, Büromitarbeiter und Arbeiter auf die Straße, um sich für den Erhalt ihrer Arbeitsbedingungen und ihres Arbeitsplatzes im Allgemeinen einzusetzen.
Die Rolle der Streikenden ist jedoch eher schlecht. Entlassungen stehen an der Tagesordnung. Dennoch verlangen sie eine Lohnerhöhung und eine Jahresprämie von 1500 Euro und geben in ihren Belangen nicht nach. Was aus den Forderungen der Arbeitnehmer in der Champagner-Industrie wird, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.


Heiko Konradt (heiko.konradt@googlemail.com)








Autor / Information

Ich bin ein wein-Kener und Wein-Liebhaber, der sich gerne mit allen Themen rund um den Wein befasst.


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Artikel / Pressemitteilung wurde geschrieben von: Heiko.K
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