Was tun bei Hufrehe?
Eine Hufrehe ist für das Pferd immer schmerzhaft. Sie entsteht durch eine Störung der Mikrozirkulation im Bereich der Huflederhaut, die bei längerer Dauer eine aseptische Entzündung bedingt. Aseptisch deshalb, weil hier keine Krankheitserreger die Entzündung auslösen, sondern eine Durchblutungsstörung. Die Ursachen für diese Durchblutungsstörung sind vielfältig. Da die Hufrehe im weiteren Verlauf der Erkrankung zur Ablösung der Hufkapsel von der Lederhaut führt, im Extremfall sogar zum sogenannten Ausschuhen, das heißt zu einer vollkommenen Ablösung Hornkapsel, bedeutet die Hufrehe immer einen Notfall, auf den schnell reagiert werde muss. Das heißt, es ist wichtig, eine Hufrehe, rechtzeitig zu erkennen, um schnellstmöglich alle notwendigen Maßnahmen einleiten zu können, sodass der Extremfall gar nicht erst eintritt. Ausschuhen bedeutet nämlich üblicherweise auch gleich Notschlachtung. Ein Hufrehe lässt sich dadurch erkennen, dass der Huf sich wärmer anfühlt und der Kronrand geschwollen ist. Außerdem fällt beim Pferd der eher verhaltene Gang auf. Später wird der Gang steif, weil das Pferd versucht, den Huf nicht zu belasten und im Stehen zieht es die gesunden Beine unter den Bauch. Die erhöhte Schmerzhaftigkeit zeigt sich auch beim Abtasten der Sohle mit der Hufzange. Der Allgemeinzustand des Pferdes verschlechtert sich zunehmend, es kann Fieber auftreten und möglicherweise hört das Pferd sogar auf zu fressen. Wer eine Hufrehe richtig angehen möchte, ist gut beraten, so rasch wie möglich einen Fachmann zu bestellen. Dies kann ein Tierarzt aber auch ein Tierheilpraktiker sein. Lediglich Sofortmaßnahmen, die dem Pferd Linderung verschaffen, bis der Fachmann eintrifft, sollte der medizinische Laie selbst vornehmen. Eine hilfreiche Sofortmaßnahme ist, die befallenen Hufe dauerhaft zu kühlen, in dem man sie zum Beispiel in einen Eimer mit kaltem Wasser stellt. Diese Maßnahme lindert die Schmerzen und hemmt gleichzeitig den Entzündungsprozess. Wichtig ist es auch, alles zu vermeiden, was zusätzlichen Stress verursacht. Ist das Tier in Behandlung, sollte der Pferdehalter daran gehen, alle möglichen Ursachen für eine erneuten Ausbruch einer Hufrehe zu beseitigen. Die liegen nämlich ganz oft in einer vernachlässigten Pflege, Haltung und falscher Futterwahl.
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Andreas Mettler presse@mettlerweb.de
Artikel / Pressemitteilung wurde geschrieben von: findur
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