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Mobiles surfen auf dem Land: LTE Verfügbarkeit nimmt stark zu


Die neue Mobilfunktechnik Long Term Evolution kurz LTE verspricht nicht nur eine breitere Flächenversorgung mobiler Datendienste als wie mit 3G, sondern auch in erster Linie deutlich mehr Geschwindigkeit beim surfen. Damit man die neue LTE-Technik auch schon bald überall nutzen kann werden derzeit die Mobilfunknetze von Vodafone, o2 und der Telekom mit dem neuen 4G-Datenturbo aufgerüstet.

Dabei ist die Performance des LTE-Ausbaus bei der Telekom und bei Vodafone sehr beachtlich: Noch im Dezember 2010 gab es so gut wie keine großartige LTE Netzabdeckung in Deutschland. Heute, also knapp ein halbes Jahr später, ist LTE laut der Vodafone- und Telekom Netzabdeckungskarte bereits in vielen Regionen, besonders in den ländlichen Gebieten, mit stellenweise bis zu 50 Mbit/s verfügbar. Diese gute Verfügbarkeit wurde zum einen durch konsequente und zielstrebige LTE-Ausbaupläne und der Frequenzeigenschaft die LTE mit bringt verwirklicht. Denn der große Unterschied zum bisherigen 3G-Mobilfunkstandard namens UMTS liegt im wesentlichen darin, dass LTE auf den frei gewordenen Frequenzen der sogenannten Digitalen Dividende funken darf, die bislang für die Übertragung von Analog-TV verwendet wurden. Diese frei gewordenen Frequenzen funken im Bereich um 800 Mhz und liegen damit deutlich tiefer als die von den UMTS genutzten Frequenzen (von 1900 - 2100 Mhz). Neben der geänderten Modulationsart lässt sich grundsätzlich auch sagen, dass diese Frequenzen deutlich weiter zu empfangen sind als höhere Frquenzen wie bei UMTS.

Je nach Umgebung (Sichtkontakt zur LTE-Basisstation, Berg- und Täler etc.) kann eine LTE-Basisstation eine Fläche von bis zu 20 Kilometer Radius mit schnellem Highspeed-Internet versorgen. In Randlagen von diesem Radius ist es in der Praxis jedoch oftmals so, dass man für den Empfang von LTE eine sogenannte Richtfunkantenne (oftmals auch als YAGI bekannt) benötigt, die man außerhalb des Hauses installieren und in die Richtung der Basisstation ausrichten muss. In diversen Praxistests konnte dabei beobachtet werden, dass die tatsächlich zu erreichenede Downstream-Geschwindigkeit in Randlagen oftmals leider um ein vielfaches des maximal zu erreichenden Wertes aufgrund der großen Entfernung abweicht. Die Upstream-Geschwindigkeit lag jedoch bei den meisten Messungen knapp unter dem geworbenen Limit.


Auf die weiteren Ausbauschritte der Netzbetreiber darf man gespannt sein. Nach und nach soll - das ist zumindest der offizielle Plan von Vodafone - die LTE Verfügbarkeit langsam von den ländlichen Regionen in die größeren Städte hineinwachsen. So können bereits aufgestellte UMTS-Basisstationen sinnvoll mit LTE ergänzt werden (Stichwort: Bandbreitenaufteilung). In einer weiteren Release namens LTEAdvanced+ sollen dann zukünftig noch schnellere Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s über die Mobilfunknetze übertragen werden können. Bis dies aber soweit ist werden wohl noch einige Jahre vergehen. Außerdem soll LTE vorerst nicht für mobiles surfen sondern für den häuslichen Einsatz als DSL-Alternative verwendet werden. Denn entsprechende LTE-Tarife für mobiles Internet gibt es momentan leider noch nicht.

Autor / Information

LTE-Mobil.de


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Artikel / Pressemitteilung wurde geschrieben von: mobile4u
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