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Golf - die Faszination des ruhenden Balls


Golf ist nicht mehr länger eine Sportart für Privilegierte, für die Upper Class, die Millionäre oder Popstars – der Sport ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Zahlen belegen das. Laut einer Trendstudie der Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) gibt es in Deutschland 2,2 Millionen aktive Golfer. Nur 575.000 sind in Clubs organisiert. Das bedeutet, die meisten Spieler sind nicht in einem des DGV zugehörigen Club organisiert. Zu diesem enormen Zuspruch hat sicher die Schaffung zahlreicher öffentlicher Golfplätze beigetragen. Das sind Plätze, die von Golfinteressierten ohne eine Clubmitgliedschaft und manchmal sogar ohne den Nachweis einer Platzreife genutzt werden können. Von etwas mehr als 700 deutschen Golfplätzen sind ca. 330 öffentliche Golfplätze. Und dort wird geschlagen, was die Hölzer und Eisen hergeben. Auch Golfreisen, früher etwas ganz Exotisches, heute ein Standard im deutschen Tourismus-Angebot. Was hat zu dieser neuen Massenbewegung geführt? Was gab den Anstoß? Seit populäre deutsche Fußballstars, die nach ihrem Karriere-Ende die Faszination des ruhenden (Golf-) Balles entdeckt haben, so scheint es, finden auch immer mehr Normalbürger zu diesem Sport. „Kaiser“ Franz Beckenbauer war ja der erste in der Riege der deutschen Nationalspieler, der für sein Bekenntnis zum Golf bundesweit Schlagzeilen bekam. Der ehemalige Bayern-Star war 1981 beim HSV unter Vertrag, als er sich während einer längeren Verletzungs-Phase mit dem Golfspielen anfreundete. Noch heute erinnert er sich gut daran, wie schwer es ihm damals fiel, sich „auf einen unbeweglichen Ball zu konzentrieren.“ Auch hier war hartes Training vonnöten. Das hat ihm bis heute den Respekt vor und den Reiz an diesem Spiel bewahrt. Heute trainiert Beckenbauer nicht mehr , aber er spielt ca. 13 Benefiz-Turniere im Jahr. Das langt ihm. Auch der legendäre Bomber der Nation Gerd Müller und der ehemalige Bayern-Torhüter Oliver Kahn spielen leidenschaftlich Golf. Der Ex-Torwart macht z.Zt. von sich reden, weil er etwa 18 Turniere im Monat spielt. Aber anders als der ältere Beckenbauer trainiert der Titan auch noch zusätzlich. Kahn hat die Besessenheit für seinen Sport offenbar auch auf das Golfspiel übertragen. Er würde ja zu gerne noch Golf-Profi werden, sagt er. Kahn glaubt aber nicht, dass ihm das mit seinen 35 Jahren noch gelingen wird, „selbst wenn ich fünf Jahre rund um die Uhr trainieren würde.“ Sagt er. Wer weiß, vielleicht arbeitet er ja insgeheim schon an einer neuen Karriere mit dem ruhenden Ball...

Autor / Information

Andreas Mettler presse@mettlerweb.de


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Artikel / Pressemitteilung wurde geschrieben von: findur
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