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Scheidung im Wandel der Zeit


Das österreichische Scheidungsrecht stammt vom Juli 1938. Selbstverständlich wurde es seit dieser Zeit mehrmals überarbeitet und geändert. Leider ist noch immer die Frage der Schuld an der Zerrüttung der Ehe Anknüpfungspunkt für die Zahlung von Ehegattenunterhalt relevant. Schuldzuweisung als Problemlösung war damals ja nicht nur in diesem Bereich gebräuchlich. Fraglich ist ob uns Menschen ein derartiger Ansatz zufrieden machen kann. Die Schuld am scheitern einer Beziehung einem oder einer Partnerin zu geben löst den Konflikt nicht. Er macht die Beteiligten die Betroffenen zwingend unzufrieden und so wird damit auch das Scheidungsverfahren welches ja schon ohne Schuldzuweisung für Betroffene nicht gerade angenehm ist noch mühsamer.

Natürlich kann man so ansetzen, dass man überprüft, ob es fair ist, Ehegattenunterhalt zu zahlen, wenn einer beispielsweise fremd geht, den anderen körperlich misshandelt oder dergleichen grobe Eheverfehlungen begeht. In vielen Fällen werden vermutlich beide Ehepartner ihren Beitrag dazu leisten, dass die Ehe nicht mehr funktioniert.

Bei der dann zum Beispiel in Wien anhängig gemachten Scheidung muss dann ein Ehepartner dem anderen nachweisen, dass jener das überwiegende Verschulden am Scheitern der Ehe hat. Nur dann bekommt er vollen Ehegattenunterhalt. Das führt dazu, dass man über die Vergangenheit recherchiert und teilweise vor langem erfolgte schmerzhafte Geschehnisse beweisen muss. Es liegt auf der Hand, dass ein derartiger Beweis dazu führt, dass man emotional in die Vergangenheit geht, an dieser festhält und sich in dieser Zeit kaum vorwärts bewegen kann.

Über eine Scheidungsmediation werden die Bedürfnisse abgeklärt. Man prüft, ob es notwendig ist, dass Ehegattenunterhalt bezahlt wird und ob dies von beiden Seiten ein Stückchen auch als fair verstanden wird. Öffnet man sich für den Prozess, kann eine für alle Beteiligten positive Lösung erzielt werden. Der Mediator oder die Mediatorin unterstützen die Parteien dabei sachlich zu bleiben, und eine WinWIn Lösung zu erzielen.

Autor / Information

Harald Schrefl, harald.schrefl@webperfect.at


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Artikel / Pressemitteilung wurde geschrieben von: webperfect
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