Dirndl ist nicht gleich Dirndl
Von der Arbeitskleidung zum Modeartikel, alles was man wissen muss.
Tief in der alpenländischen Tradition verwurzelt ist eine Moderichtung, die sich Dirndl nennt. Besondere Infos zum Kleidungsstück Dirndl kann man bei www.trachten-dirndl.nl abrufen. Wohl ursprünglich aus der Arbeitskleidung für Frauen und Mädchen entstand in den vergangenen zwei Jahrhunderten eine Moderichtung, deren Entwicklung bis heute noch nicht abgeschlossen ist. Bemerkenswert für diesen Stil ist die Tatsache, dass es sich um eine Bekleidungsform handelt, die ihren Ursprung im südlichen Bayern und in Österreich hat. Auch im mittleren und südlichen Schwarzwald findet man eine Stilrichtung, die sich parallel dazu entwickelt hat. Ob es eine eigene Entwicklung ist, oder ob die Form einer bayerischen Tracht übernommen wurde, ist nicht ganz klar festzustellen. Tatsache ist es jedoch, dass diese Kleidungsstücke einen gemeinsamen Ursprung haben. Betrachtet man die einzelnen Teile, so wird man sehen, dass es immer die gleiche Grundausstattung der einfachen und auch ärmeren Landbevölkerung war. Ein weiter Rock, zu dem eine Bluse und eine Schürze getragen wurden. An Stelle einer Bluse, die wohl oftmals für ihre Trägerin zu teuer war, wurde ein Hemd in Verbindung mit einem Schnürleibchen getragen. Das Hemd, es ist im weitesten Sinne mit dem heutigen T-Shirt zu vergleichen, hatte den Vorteil, dass es leichter zu waschen war und auch im Preisvergleich zur Bluse wesentlich günstiger abschnitt. Aus dem Schnürleibchen entwickelte sich "erst" zu Beginn des vorigen Jahrhunderts der Büstenhalter der direkt auf der Haut getragen wird.
Die anfänglich fast ausschließlich verwendeten Materialien waren Leinen- und Lodenstoffe, sowie Baumwolle für die Oberteile. Ein untrüglicher Beweis, dass die Dirndl aus der täglichen Arbeitskleidung herrühren, ist das unverzichtbare Tragen einer Schürze, die ursprünglich dem Schutz des langen Rockes diente. Als im 18. und 19. Jahrhundert bei der wohlhabenden ländlichen Bevölkerung die Tracht in Mode kam, lehnte sich die stilistische Entwicklung der Arbeitskleidung auch an diese Modeform an.
Um die Jahrhundertwende, vom 19. ins 20. Jahrhundert, war es bei vielen alpenländischen Adeligen üblich geworden, ländliche Trachten zu tragen, wohl aus der Tatsache heraus, dass diese praktischer und viel bequemer waren. Somit wurde es auch für den "Geldadel" chic, sich den gekrönten Häuptern anzupassen. Natürlich musste man sich vom "gemeinen Volk" abheben und verwendete wesentlich bessere und wertvollere Materialien. In Anlehnung an die ursprünglichen Trägerinnen nannte man das neue Kleidungsstück "ein Dirndl". Will man das Dirndl kennen lernen, gibt es unter trachten-dirndl.com mehr Informationen.
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Sandra Müller Vz(at)hub-eisenach.de
Artikel / Pressemitteilung wurde geschrieben von: panda007
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